Persönliches zu Beginn

»You should be an Escort Coach.«Es war eines dieser perfekten Dates. Ich reiste mit dem Zug nach Berlin, um wenige Stunden später diesen Mann im Hotel Adlon zu treffen. Schon seine Anfrage überraschte mich. Trotz seines Bekanntheitsgrads machte er keinen Hehl aus seiner Identität, und trug sich in das Kontaktformular meiner Website mit vollständi-gem Namen ein.

Im Hotel angekommen stand ein zwei Meter großer Mann in schwarzer Lederhose vor mir. Ein Freak. Einer von der lieben Sorte. Ich traf einen Mann von Welt – durch und durch gebildet, international gefragt, ausgebucht und hoch bezahlt. Er war einer dieser Menschen, die ihr Leben in vollen Zügen auskosten, zufrieden und glücklich sind. Er kümmerte sich nicht um Moral, sondern lebte als Freigeist und genoss die Blicke, die er auf sich zog. Wir lachten viel zusammen, waren uns sehr zugetan und so stellte sich rasch ein inniges Wohlgefühl zwischen uns ein, das sich auf dem Zimmer fortsetzte. Das Treffen im Hotel Adlon sollte nicht unser letztes sein.

Er begleitete meine Geschäftseröffnung des Lifestyle Studio Egoistin in Bayreuth. Dort beriet ich Frauen in Sachen Styling, Sexualität und Sport. Während wir es uns wieder einmal in einem romantischen Hotelzimmer gemütlich machten, uns küssten und zärtlich zueinander waren, sah er mich an und sagte: »You should be an Escort Coach.«

Für einen kurzen Moment perplex, wusste ich nicht so richtig, wie diese Aussage einzuordnen war. Empfand er mein Verhalten etwa als gekonnt? Meinte er, meine Zuneigung ihm gegenüber wäre reine Professionalität? Ich ließ diesen Satz noch lange auf mich wir-ken, um später zu einem anderen Ergebnis zu kommen: Eben genau die Tatsache, dass ich nicht hochprofessionell war und ihn als eine Kundennummer sah, machte diese Stimmung zwischen uns erst möglich. Das war es, was er spürte. Dennoch vergingen bis zur Umsetzung noch einige Wochen, denn zuvor hatte …

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